330 (März 2012) hatten wir bereits einen Auszug aus dem Vorwort des Buches und die Kurzbeschreibung „Cecosesola in Zahlen“ abgedruckt.
Stéphane Hessels „Empört Euch!“ oder „Der kommende Aufstand“. Genutzt hat es nichts: immer noch Kapitalismus, immer noch Krise. Heute zeigt sich im Manifest vor allem eins: die Partikularität der politischen Utopie. Das europäische Manifest ist ein Symptom für den Verlust seines Subjekts. Seine Logik ist meist bestechend simpel: Hier ein Fünkchen gesunder Menschenverstand und dann das Übel an der Wurzel gepackt: hau ruck!
Noch einfacher: Der Kapitalismus „hat alles vorbereitet, dass wir ihn überwinden“. Nicht aber im „Kommunistischen Manifest“ – Marx glaubte ja, der Kapitalismus habe sich mit dem Proletarier seinen Totengräber geschaffen –, sondern in „Die libertäre Gesellschaft. Grundrisse einer freiheitlichen und solidarischen Gesellschaft jenseits des Kapitalismus“ (Die Buchmacherei, Berlin 2012) von Gerd Stange. Auf der Suche nach Vorbildern sucht er tief in der Mottenkiste: die Pariser Kommune, die spanischen Kollektivierungsversuche um 1936. Bevor Sie auf Ihrem Smartphone suchen: gemeint sind auf Allmende und Selbstverwaltung aufbauende Projekte wie Wikipedia – nur eben vor 100 Jahren, mit analoger Crowd. Das Buch ist eine Zusammenstellung von Texten aus drei Büchern der Kooperativistas, ergänzt durch die überarbeitete Fassung des CONTRASTE-Beitrags „Gemeinsam können wir es schaffen“ (Nr.
300 im September 2009) des Cecosesola-Mitglieds Jorge Rath zur Eröffnung des genossenschaftlichen Gesundheitszentrums.
Mit einem Mein-Eurobuch-Konto können Sie künftig ohne diese Prüfung suchen und sofort alle Ergebnisse sehen.Hier kostenlos registrieren (eine E-Mail-Adresse genügt). Vielen Dank für Ihr Verständnis – und viel Freude beim Büchersuchen!📖✨ Die Buchmacherei, Berlin 2020ISBN 9783982078380Kartoniert, 192 Seiten, 12,00 EUR 1990 publizierte der Historiker Wolfgang Ruge (1917-2010) im Deutschen Verlag der Wissenschaften, Berlin (Ost), eine in nur wenigen Wochen geschriebene Geschichte der Entstehung, der Funktionsweise und des Untergangs des Stalinismus in der Sowjetunion. Erst nach der Herbstrevolution 1989 in der DDR tat sich auch für ihn - der 1956 nach fünfzehn Jahren Lagerhaft im Gulag und in der Verbannung im Nordural in die DDR einreisen konnte - die Möglichkeit auf, eine derart fundamentale Kritik am Stalinismus zu veröffentlichen. In den ersten Kapiteln seines Buches sucht Ruge nach den "unzähligen Fäden", die die russische Geschichte mit den Bolschewiki und die den Terror der Stalinära mit dem der Revolutionsjahre verbanden. Er stellt Fragen nach den Ursachen für Stalins Machtübernahme und sucht in der Leninschen Politik nach Momenten, die den Weg in das Terrorregime ebneten, ohne eine Zwangsläufigkeit zu der selbstherrlichen Despotenherrschaft Stalins zu behaupten, dessen Verbrechen an Unmenschlichkeit kaum zu übertreffen gewesen wären.
Mit seinen Vorschlägen, welchen Platz dem Stalinismus in der Geschichte zukommen solle, gibt Wolfgang Ruge genügend Anregungen für eine immer noch notwendige Diskussion. Rudolf Walther hält das erste Erscheinen von Wolfgang Ruges Buch im Jahr 1990 für erstaunlich. Für ihn ein Beleg, dass in der DDR-Geschichtswissenschaft kritisch über den Stalinismus gedacht wurde. Wie die Zensur darauf einwirkte, erfährt Walther aus der informativen Einleitung zu Ruge von Renate Hürtgen. Auch wenn der Text für Walther keine Geschichte des Stalinismus darstellt, erfährt er doch Wissenswertes aus Zeitzeugensicht über die Idee von der historischen Unausweichlichkeit des Kommunismus sowie über Stalin in der "zaristischen Tradition von Autoritarismus, Gewalt und Willkür". Auf zwei Seiten ist in einem „Bericht einer Gruppe von Frauen aus den Kooperativen“ beschrieben, wie tradierte Geschlechterrollen in der alltäglichen Zusammenarbeit überwunden werden. Alix Arnold hat das Buch übersetzt und beschreibt auf der Basis von Interviews, die sie in Cecosesola geführt hat, die Bedingungen für die Kooperative im venezolanischen 'Sozialismus des 21.
Die meisten Beiträge dazu finden sich in den beiden Themensträngen “Konkrete Utopien als Lernprozesse” und “Soziale Kämpfe – historisch und aktuell”. Mit dem Maus auf das Video bet sportwetten tipps heute ki gehen und es hält an. Hier können Sie nachlesen, wie Ihre Daten bei uns behandelt werden:DSVO für die Buchmacherei Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
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Im ersten Teil des Buches werden anschaulich „Die ersten zwanzig Jahre“ der Kooperative beschrieben, die als kooperativer Dachverband zur Gründung eines Bestattungsunternehmens begann, dann mit einem Busunternehmen erst expandierte, kurz darauf jedoch nach vielen Angriffen scheiterte.
Dabei ist es möglich, dass die Bücher unter unserem Verlagsnamen erscheinen. Endlich ist es da – das Buch über die legendäre, seit 45 Jahren bestehende Kooperative Cecosesola in Venezuela. Ein Dach über Hunderten von kleineren und größeren Kooperativen mit Tausenden Mitgliedern, die Zigtausende Menschen vor allem mit Gemüse und Gesundheitsleistungen versorgen. Im November 2006 waren zwei Kooperativistas in Berlin beim Kongress Solidarische Ökonomie. In der vorigen CONTRASTE Nr. Aus diesem Scheitern ging Cecosesola zwar mit erheblichen finanziellen Schulden, aber einem enormen Zuwachs an Solidarität und dem Erproben ungewohnt neuer Organisationsformen hervor. Die Wochenmärkte boten einen Ausweg aus der verfahrenenökonomischen Situation. Es folgt eine Reflektion der emotionalen und kulturellen Hintergründe, die eine solidarische Zusammenarbeit oft erschweren. In ihrer Analyse beziehen sich die Kooperativistas auf den chilenischen Biologen und Kybernetiker Humberto Maturana, den sie u.a.
Die wird noch immer mit „Wir“ umfasst – diesem verflixten Teufel, der, wie man spätestens seit der feministischen Kritik am vereinnahmenden Gestus der Frauenbewegung weiß, Identität über den Ausschluss schafft. „Wir wollen eine libertäre Gesellschaft“, steht da, und „wir“ wollen Selbstverwaltungseinheiten von maximal 125.000 EinwohnerInnen. Das urbane Zentrum, heruntergebrochen auf die Kleinstadt? Doch für Stange ist die Hauptsache: Kreuzberg bleibt Kreuzberg. Im Dorf wird man sich schon einig, welche Form der Brotlaib der Zukunft haben wird.
Dass eine hoch spezialisierte Welt nicht wie der WG-Putzplan läuft, nach dem jeder mal den Besen schwingt: geschenkt. Unverzeihlich ist es aber, im 21. Jahrhundert ohne kritische Einordnung der eigenen Sprechposition über die Gesellschaft nachdenken zu wollen. Hier schreibt einer für sich im Namen aller. Nach der Lektüre eines solchen utopischen Manifests weiß man vor allem, was man nicht will: solche Manifeste. zitieren mit: „Unsere Wünsche und Vorlieben bestimmen in jedem gegebenen Moment das, was wir tun, nicht die Verfügbarkeit von Naturschätzen oder die ökonomischen Möglichkeiten, die als Merkmale der Welt maßgebend zu sein scheinen.“ (Seite 65) Im Mittelpunkt steht also der Mensch in seiner Subjektivität, nicht seine (scheinbar) objektiven Möglichkeiten. Daraus leitet sich der Fokus auf die Beziehungen der Subjekte untereinander und auf ihre Emotionalität ab. Kulturelle Muster, die als typisch venezolanische „Tropenversion der westlichen Kultur“ gelten, werden dargestellt.
Die Buchmacherei ist eine Berliner Medienwerkstatt, die Buchprojekte konzipiert und gestaltet. Wir entwickeln eigene Buchideen und realisieren sie von der Idee bis zum Vertrieb des fertigen Produkts. Hier übernehmen wir das volle finanzielle Risiko und sind auch herausgebender Verlag. Wir unterstützen AutorInnen und ZeitzeugInnen dabei, aus ihren Erinnerungen und Texten fertig gestaltete Bücher zu erstellen und zu vertreiben. In diesem Fall übernehmen die AuftraggeberInnen die Kosten für Buchherstellung und -gestaltung. Es entsteht der Eindruck, dass Cecosesola keine Kooperative einer politisch besonders bewussten Elite oder einer bestimmten Bevölkerungsschicht ist. Das beschriebene „wir“ scheint alle VenezolanerInnen zu meinen, unabhängig von ihrer sozialen Situation, wie z.B.
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| Tipster Berlin | Friedrichstraße, Kurfürstendamm, Alexanderplatz | tipster.de | 2015 |
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die „venezolanische Bauernschläue“, das Trachten nach dem eigenen Vorteil und die Beschränkung solidarischen Verhaltens auf den engsten Familien- und Freundeskreis.
■ Die Autorin ist ständige Mitarbeiterin der taz-Kulturredaktion Unsere Website informiert Sie über unser Verlagsprogramm. Neben den Informationen zu den Büchern selbst haben Sie auch Einblick in die Medienkritik der Titel. Im weiteren halten wir Sie über Termine, Diskussionen und Lesungen mit den Autor/innen auf dem Laufenden. Sie können Bücher bei uns direkt beziehen oder auch im Buchhandel bekommen. Beim Direktbezug nutzen Sie bitte unseren Webshop.Buchhändler*innen können über die Mailadresse bestellung@diebuchmacherei.de bestellen.Des Weiteren erreichen Sie unsere Buchtitel über das Menü „Themenschwerpunkte“ im linken Seitenbereich dieser Website.
Einen schnellen Überblick über alle unsere Titel erhalten Sie über die Schaltfläche “Gesamtkatalog” unten links. “Die Buchmacherei” feierte im letzten Jahr (2024) ihr zwanzigjähriges Bestehen. Wir, “die Buchmacher” sind ein kleiner Kreis von sozialen Akteuren, die sich seit Jahrzehnten in der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung engagieren. Entweder wir schieben Buchprojekte selbst an oder verlegen ins Konzept passende Buchideen, die an uns herangetragen werden. Unser verlegerisches Anliegen ist die Verbreitung von Wissen über Ziele und Geschichte der modernen Arbeiter/innenbewegung – für uns kein abgeschlossenes Kapitel sondern eine nach wie vor geschichtsmächtige Kraft.
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