Gamesright sieht Position gegenüber Tipico im EuGH-Prozess gestärkt

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Seit Bekanntwerden der illegalen Machenschaften der Glücksspielanbieter

Ergebnis der Schlussanträge:

Tipico schreibt von "unlauteren Spekulationen", die man prinzipiell nicht kommentiere: "Die Ausschüttung von Dividenden unterschiedlicher Höhe, Umstrukturierungen sowie Rechtsgeschäfte zwischen unterschiedlichen Gesellschaften innerhalb einer Unternehmensgruppe sind gewöhnliche Vorgänge, die (…) in allen Wirtschaftssparten üblich sind. Sämtliche Transaktionen innerhalb der Tipico Gruppe werden extern überprüft und geschehen auf Basis geltenden Rechts." Aber warum gerade jetzt so viel Geld aus der in Deutschland beklagten Tipico-Tochter ausgeschüttet wurde - dazu macht Tipico keine Angaben. Der deutschen Aufsichtsbehörde - der Glücksspielbehörde der Länder (GGL) - sind diese Vorgänge bekannt. Wird sie die Tipico-Lizenz jetzt überprüfen? Auf Monitor-Anfrage heißt es nur ganz allgemein: "Behauptete Verstöße (…) werden durch die GGL geprüft." Zu konkreten Vorgängen in einzelnen Unternehmen äußere man sich grundsätzlich nicht.

Der Ruf nach einem regulatorischen Kompass

Ob Michael Keller und die anderen Kläger ihr Geld zurück bekommen werden, hängt nun erstmal am EuGH. Und dann womöglich an der Frage, ob die "Tipico Co. auf Malta überhaupt noch genug Geld hat. "Ihre Wette in sicheren Händen" - für Michael Keller klingt die damalige Tipico-Werbung mit Oliver Kahn mittlerweile wie Hohn. Kahn reagierte nicht auf eine Anfrage von Monitor.

3. Technische Aufrüstung: IP-Blocking und LUGAS 2.0

Zahlreiche Klagen gegen die Anbieter von Online-Sportwetten laufen in vollem Gange – eine Vielzahl weiterer kann bzw. wird voraussichtlich folgen. Auch der Europäische Gesichtshof (EuGH) bet beste sportwetten app schweiz ist hier mitunter eingebunden. Zum einen hat er zur Verhängung eines vorübergehenden Lizenz-Stopps in Deutschland vor Jahren beigetragen. Zum anderen fordern ihn aktuell Gerichte, sich im Komplex um Online-Wettgeschäfte zu positionieren. fordern zahlreiche Spieler:innen bei Sportwetten ihr Geld zurück.

Deutsches Regelungselement Konflikt mit EU-Recht EuGH-Position (vereinfacht) Folge für Tipico
Werbeverbot für private Anbieter Verhältnismäßigkeit; Diskriminierung Pauschale Verbote unzulässig Erleichterte Marktbedingungen für legale Bewerbung
Staatliches Sportwettenmonopol Beschränkung der Niederlassungsfreiheit Monopol muss effektiv gegen Spielsucht vorgehen Öffnung des Marktes durch Lizenzvergabe
5% Turnover-Steuer Mögliche Beschränkung des Wettbewerbs Nicht direkt entschieden; nationale Kompetenz Wirtschaftlicher Rahmen bleibt bestehen

Dass sie Anspruch auf Erstattung ihrer

Tipico Geld zurückfordern

Wir liefern Ihnen einen Überblick über die Geschehnisse und über ausstehende Urteile des EuGH zu Sportwetten. Online-Wettanbieter haben Sportwetten über das Internet jahrelang illegal angeboten. Wer in Deutschland Online-Glücksspiel betreiben will, benötigt dafür eine gültige Lizenz. Entsprechende Konzessionen wurden jedoch lange nicht ausgegeben. Die Wettbetreiber haben dabei Profit vor geltendes Recht gestellt und sich über das Verbot hinweggesetzt. Verluste haben, stellen nur wenige Gerichte infrage.

Ein Präzedenzfall für Europas Glücksspielrecht?

Genau diesen Verdacht hat etwa der Branchen-Insider Michael Schmitt von der Online-Plattform "Malta Media", der mit einer Kollegin die Bilanzen verschiedener Tipico-Gesellschaften analysierte. Er hat dabei einen Milliardenabfluss aus eben jener Tipico-Tochtergesellschaft entdeckt, die die deutsche Lizenz für Sportwetten hält - und gegen die sich die Klagen der Spielenden aus Deutschland richtet. "Uns ist ganz einfach aufgefallen, dass im Geschäftsbericht von 2024 sehr große Bewegungen waren", so Schmitt. Konkret geht es um die "Tipico Co. ", jenes Unternehmen der Tipico-Gruppe, das seit 2020 die deutsche Lizenz für Sportwetten hat.

Geldflüsse innerhalb des Konzerns sorgen für Unruhe

In deren Geschäftsbericht 2024 findet sich eine Dividendenausschüttung von 1,087 Milliarden Euro an die "Tipico Group" - also an die Muttergesellschaft. Das sei nicht illegal, betont Schmitt, aber: "Das deutet darauf hin, dass man hier versucht, eine leere Hülle zu hinterlassen, um zukünftigen Spielerverbindlichkeiten aus bestehenden Urteilen aus dem Weg zu gehen". Monitor hat den Weg der Milliardenausschüttung innerhalb des Firmengeflechts der Tipico-Gruppe nachvollzogen: Von der Muttergesellschaft - der "Tipico Group Ltd." in Malta wurde es offenbar an verschiedene Tipico-Gesellschaften in Luxemburg weitergereicht. Ein Großteil der Millionensumme wurde anschließend an die oberste Konzernmutter "CVC Capital Partners VII" auf Jersey weitergereicht. Die Mehrheitsanteile wurden jetzt auch noch weiterverkauft.

Wir können Sie unterstützen

Für Regine Buchheim - Professorin für internationale Rechnungslegung an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin - ist der aufgekommene Verdacht nicht von der Hand zu weisen, auch wenn man die Gründe der "Umstrukturierung" von außen nicht beurteilen könne: "Der Abschluss belegt, dass das Tafelsilber - nämlich die Rechte des Internetauftritts, ein Teil des Kundenstammes, die Software und die Marke - an die Mutter übertragen worden sind. Und das kann ich ja nur einmal im Leben eines Unternehmens machen", so die Expertin gegenüber Monitor. mit der massiven Gewinnausschüttung - knapp 450 Prozent höher als im Vorjahr - also gezielt arm gemacht worden, um den Klageforderungen zu entgehen? Tipico-Chef Axel Hefer - gleichzeitig Aufsichtsratschef von Schalke 04 - hat ein Interview dazu abgelehnt. Schriftlich weist das Unternehmen den Verdacht, sein Geld vor den Klägern in Sicherheit bringen zu wollen, allerdings nicht ausdrücklich zurück. Und so gibt es bereits eine Vielzahl

Gegenstand und Tragweite des Verfahrens

Das kommt sie nun teuer zu stehen, denn: Spieler:innen, die illegale Wettangebote genutzt haben, haben Anspruch auf Erstattung ihrer Verluste. Und genau die klagen viele jetzt auch ein. Da die Spieler:innen nichts von den illegalen Machenschaften der Wettbüros gewusst haben – es kann nicht vorausgesetzt werden, dass sie die Rechtslage im Detail kannten bzw. kennen – müssen sie keine negativen Konsequenzen befürchten. Für die Betreiber hingegen geht es um viel Geld. an Urteilen zu Online-Sportwetten zugunsten der Verbraucher:innen.

Unsere Quellen:

Entscheidend ist dabei vor allem, ob der Anbieter im konkreten Zeitraum über eine gültige deutsche Erlaubnis verfügte. Online-Sportwetten dürfen in Deutschland nur mit staatlicher Erlaubnis angeboten werden. Viele Anbieter von Online-Casinospielen verfügen über eine Lizenz aus Malta und berufen sich darauf, ihre Dienstleistungen in ganz Europa anbieten zu dürfen. Der Europäische Gerichtshof hat jedoch klargestellt, dass eine solche maltesische Lizenz nicht automatisch dazu berechtigt, Online-Casinospiele in Deutschland anzubieten. Für Spieler bedeutet das: Auch wenn ein Anbieter eine EU-Lizenz besitzt, können Verluste zurückgefordert werden, wenn keine deutsche Erlaubnis vorlag.

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Viele Anbieter, die über eine Lizenz aus Malta verfügen, berufen sich auf die europäische Dienstleistungsfreiheit, um auch in Deutschland tätig werden zu dürfen. Der EuGH hat jedoch im April 2026 im Rahmen des Verfahrens C-440/23 ausdrücklich entschieden, dass eine ausländische Lizenz in Deutschland nicht ausreicht und diese Anforderung auch mit der Dienstleistungsfreiheit zu vereinbaren ist. Grundsätzlich können Verluste aus Online-Glücksspiel bis zu zehn Jahr rückwirkend geltend gemacht werden. Gerade bei Anbietern ohne deutsche Lizenz bestehen sehr gute Erfolgsaussichten – eine individuelle Prüfung ist jedoch immer erforderlich.Anhand Ihrer konkreten Spiel- und Zahlungsdaten lässt sich belastbar beurteilen, ob und in welcher Höhe Ansprüche bestehen. Mehrere Tausend Spieler haben Deutschlands größten Sportwettenanbieter Tipico verklagt und teils auch Urteile erwirkt.

Tipico EuGH-Vorlage

Doch nach Monitor-Recherchen könnte Tipico das Geld längst in Sicherheit gebracht haben. Seit seiner Kindheit ist der 48-jährige kaufmännische Angestellte Fan des FC Bayern München. Die deutsche Torwart-Ikone warb jahrelang für den Sportwettenanbieter Tipico. "Ihre Wette in sicheren Händen", versprach Kahn - und so begann Keller 2015 mit Sportwetten. Am Ende hatte er mit Sportwetten und Glücksspiel rund 80.000 Euro verloren. Dabei hat sich auch bereits das oberste deutsche

  • Die EuGH-Rechtsprechung betrifft auch steuerliche Aspekte von Sportwetten.
  • Diskriminierende Steuern für ausländische Anbieter sind unzulässig.
  • Tipico kann vor nationalen Gerichten gegen ungerechtfertigte Steuerlasten vorgehen.
  • Die Rechtssicherheit für Unternehmen im Binnenmarkt wird dadurch erhöht.
  • Steuereinnahmen aus regulierten Märkten sind ein wichtiges Argument für die Liberalisierung.

Zivilgericht – der Bundesgerichtshof

  • EuGH-Urteile stärken die Position privater Wettanbieter gegen staatliche Monopole.
  • Monopole müssen beweisen, dass sie Spielsucht wirksamer bekämpfen als ein regulierter Markt.
  • Die Rechtsprechung hat zur Liberalisierung der Glücksspielmärkte in Ländern wie Deutschland beigetragen.
  • Tipico konnte so auf Basis EU-rechtlicher Argumente in neue Märkte expandieren.
  • Nationale Übergangsfristen und Bestandsschutz können Ausnahmen darstellen.

(BGH) – zum Sportwetten-Komplex geäußert.

Anforderungsbereich Konkrete Vorgabe (Beispiel) Rechtliche Grundlage (EU/National) Umsetzung durch Tipico
Spielerschutz Einrichtung von Ein- und Verlustlimits § 6 GlüStV 2021; EU-Prinzip der Verhältnismäßigkeit Pflicht bei Kontoeröffnung, anpassbar
Werberegulierung Verbot von Werbung, die sich an Minderjährige richtet § 5 GlüStV 2021; AVMD-Richtlinie Zielgruppenfilterung, Altersverifikation in Werbung
Compliance & Lizenz Lizenzpflicht für alle angebotenen Produkte Glücksspielstaatsvertrag der Länder Vollständig lizenziertes Angebot in D
Steuern & Abgaben Abgabe von 5% des Wetteinsatzes (Turnover Tax) Glücksspielstaatsvertrag der Länder Automatische Abführung an Finanzbehörden


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