Glücksspiel und Profisport Wettanbieter und Bundesliga-Klubs im Visier der Behörden

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Unerheblich für die Einordnung ist, dass der von Stats Perform übernommene Stream eine geringere Bildqualität bieten soll.

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Warum soll dass nicht bei der WM in Brasilien sein?" Was bisher noch gefehlt habe, sei die nötige Reife – und ein Quäntchen Glück. Während der Veranstaltung lobte Kahn auch HSV-Keeper René Adler: "Es spricht für ihn, dass er wieder mit der Nationalelf in Verbindung steht, und das mit Recht". Kahn gab zu, dass er nach dessen langer Pause skeptisch war, diese Zweifel seien längst gewichen. "Ich weiß aber nicht, ob er nach sechs sehr guten Monaten schon wieder die Nummer eins sein muss", sagte Kahn zur Hierarchie im deutschen Tor. "Allerdings ist es immer gut, wenn es einen großen Konkurrenzkampf gibt." Und auch zu möglichen Nachfolgern von Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes äußerte sich Kahn.

So qualifiziert ihr euch für die Tipico Aktion

Der einstige "Titan" lobte den früheren Trainer des FC Barcelona, Josep Guardiola ("Natürlich würde es Sinn machen, solch einen Mann zu verpflichten"), doch er habe gehört, dass sich dieser derzeit in New York aufhalte und ein Studium begonnen habe: "Das spricht für mich nicht unbedingt dafür, dass er jetzt kurzfristig irgendwo Trainer werden will." Ein Sportwettenanbieter will die Fußball-WM live übertragen – aber nur bet wettanbieter bonus vergleich für aktive Wettkunden. Jörg Frederik Ferreau meint, so ein Angebot könnte zulassungspflichtiger Rundfunk und unzulässige Werbung für Sportwetten sein. Einen Monat vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft ist unklar, wo überall das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika zu sehen sein wird. Eigentlich liegen in Deutschland die Übertragungsrechte bei der Deutschen Telekom, die alle 104 WM-Spiele im kostenpflichtigen MagentaTV zeigen wird. Bei ARD und ZDF werden 60 Spiele zu sehen sein. Denn der Rundfunkbegriff setzt keine bestimmte Übertragungsqualität voraus. Auch das Definitionsmerkmal des "Sendeplans" läge vor, selbst wenn Tipico das Streamingangebot gleich nach der WM wieder einstellen sollte. Bereits 2017 haben die Landesmedienanstalten entschieden, dass ein Rundfunkangebot auch temporär für die Dauer eines Turniers bestehen kann. Betroffen war damals ein von der Deutschen Kreditbank (DKB) kurzfristig eingerichtetes Angebot zum Live-Streaming der Handball-WM. Ein Turnierspielplan kann also zugleich ein Sendeplan sein. Näherer Betrachtung bedarf das Merkmal der journalistisch-redaktionellen Gestaltung: Tipico will die Spiele nicht selbst mit eigenen Kameras und Kommentatoren übertragen, sondern ein fremdproduzierte Livesignal übernehmen. Ist aber dieses Signal journalistisch-redaktionell gestaltet – indem es etwa mehrere Kameraperspektiven aufweist und das Spielgeschehen kommentiert wird –, gilt das auch für den von Tipico angebotenen Stream.

  • Anzeigen in Sportzeitschriften und -magazinen
  • Affiliate-Marketing über Sport-Blogger und Influencer
  • Werbung für Wett-Tipps und Statistiken als Entscheidungshilfe
  • Gastbeiträge oder gesponserte Inhalte auf Sport-Nachrichtenseiten

Wie genau der KI-gestützte Stream von Stats Perform aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Aber selbst eine vollständige KI-Generierung des Streams schließt die Annahme einer journalistisch-redaktionellen Gestaltung nicht aus: Zwar verlangen Stimmen in der medienrechtlichen Literatur hierfür immer noch eine menschliche (Mit-)Bearbeitung. B. Kameraschnitt, Kommentierungen und Einblendungen vollständig von der KI produziert und gesteuert werden, ist der Stream von einem menschlichen Angebot (fast) nicht mehr zu unterscheiden. Und das äußere Erscheinungsbildung sollte für die rundfunkrechtliche Bewertung maßgeblich sein. Es spricht also viel dafür, dass das von Tipico angekündigte Streaming ein Rundfunkangebot ist.

Vertrag ist "nichtig"

Rundfunkrechtlich zu klären ist: Darf Deutschland einen Streaminganbieter mit Sitz in Malta regulieren? Und ist ein KI-basierter Stream für die Dauer eines WM-Turniers ein zulassungspflichtiges Rundfunkangebot? Livestreams können Rundfunkangebote darstellen, wofür ein Anbieter grundsätzlich eine Zulassung der Landesmedienanstalten nach § 52 Medienstaatsvertrag (MStV) benötigt. Ausgenommen sind hiervon lediglich Angebote mit geringer Meinungsbildungsrelevanz oder weniger als 20.000 Zuschauern im Durchschnitt (§ 54 MStV). In der Mediendatenbank der Landesmedienanstalten ist Tipico bislang nicht als Rundfunkveranstalter aufgeführt.

➡️ Ist Tipico ein guter Wettanbieter?

Der Sitz in Malta schützt Tipico jedenfalls nicht vor der Anwendung des deutschen Rundfunkrechts: Sofern das Angebot – etwa aufgrund der verwendeten Sprache – auf Deutschland ausgerichtet sein sollte, kann Deutschland gemäß Art. 4 der EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-RL) Malta zum Einschreiten auffordern und im Falle einer Weigerung Maltas selbst tätig werden. Ist aber das Livestreaming der WM-Spiele überhaupt ein Rundfunkangebot? § 2 Abs. 1 MStV definiert Rundfunk als lineare Verbreitung von "journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten in Bewegtbild oder Ton entlang eines Sendeplans". Und angesichts des gesellschaftlichen Stellenwerts des Fußballs hierzulande dürfte es wohl auch zulassungspflichtig sein. Aus glücksspielrechtlicher Sicht ist fraglich, ob ein Anbieter von Sportwetten zugleich Sportereignisse übertragen darf, auf die seine Nutzer wetten können. Tipico verfügt gemäß der "Whitelist" der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) über eine deutsche Glücksspiellizenz und unterliegt bet wettanbieter deutschland liste der deutschen Glücksspielregulierung. Dass die EU-Mitgliedstaaten das Regulierungsniveau für ihre Anbieter selbst festlegen dürfen, hat der EuGH jüngst einmal mehr bestätigt (Urt. Besonders streng reguliert Deutschland die Werbung für Sportwetten. Aus gutem Grund: Suchtexperten attestieren Sportwetten aufgrund ihrer Kombination aus dynamischem Live-Spiel und sofortiger Handlungsmöglichkeit ein hohes Suchtpotenzial.

Influencer-Werbung als Vertrauensfalle

Vor kurzem kündigte noch der Sportwettenanbieter Tipico an, sämtliche WM-Spiele streamen zu wollen. Ob dieses Streaming-Angebot aber tatsächlich kommt, ist noch ungewiss. Laut Medienberichten hat Tipico seine eigene Ankündigung bereits eine Stunde später wieder von der Webseite entfernt. Nachfragen von Medien hat der in Malta ansässige Wettanbieter bislang unbeantwortet gelassen. Die Lizenzierungsregeln des Weltfußballverbands FIFA machen ein solches Angebot grundsätzlich möglich: Die FIFA hat mit dem britischen Sporttechnologie-Unternehmen Stats Perform eine Vereinbarung über das Live-Streaming für lizenzierte Sportwettenanbieter abgeschlossen.

Kritiker monieren, dass Gefährdete jetzt auch noch Werbung für ihre Sucht sehen müssen

Stats Perform stellt Wettanbietern weltweit einen KI-gestützten Live-Stream aller Spiele – allerdings in einer im Vergleich zum TV-Bild geringeren Bildqualität – zur Verfügung. Tipico will diesen Stream auf seiner Webseite tipico.de zeigen. Frei empfangbar wären die Spiele aber nicht: Zugang sollen nur "qualifizierte User" erhalten, die ein Guthaben auf ihrem aktiven Tipico-Konto haben oder innerhalb der letzten 24 Stunden eine Wette platziert haben. Voraussetzung ist also ein Spielerkonto bei Tipico, wofür ein Nutzer mindestens 18 Jahre alt sein muss. Gut bet beste wetten app in deutschland möglich, dass die aktuelle Verwirrung um das Tipico-Angebot offenen rundfunk- und glücksspielrechtlichen Fragen geschuldet ist. Nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) darf unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung von Sportereignissen nicht für Sportwetten auf dieses Ereignis geworben werden.

  • Social-Media-Kampagnen mit kurzen, actionreichen Clips
  • Angebote für Neukunden wie "100% Einzahlungsbonus" oder "Wett-Credit"
  • Betonung der einfachen Bedienung der Wett-App
  • Werbung für spezielle Aktionen zu Großereignissen wie der Champions League

Aktive Sportler und Funktionäre dürfen zudem nicht für Sportwetten werben (§ 5 Abs.

Vorgabe Umsetzung in Tipico-Werbung Platzierung Beispieltext
Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) Pflicht-Hinweise in Audiospur und Bild Am Spot-Ende, Untertitel "Spiel verantwortungsvoll. Ab 18."
Werbeverbot für Minderjährige Darstellung nur von Erwachsenen, Alterscheck Inhalt der Spots, Zielgruppensteuerung Keine Darstellung von unter 18-Jährigen
Hinweis auf Spielsuchtgefahr Einblendung der Hilfe-Hotline Bildschirmeinblendung, Website-Footer "Hilfe unter 0800 1372700 (kostenlos)"
Verbot irreführender Werbung Realistische Gewinndarstellung, "kann süchtig machen" Integriert in Claims und Botschaften "Gewinnen ist nicht garantiert."

3 Satz 3 GlüStV).

Kampagnenname / Maßnahme Ziel Umsetzung Kanal
"Check Dein Spiel" Selbstreflexion der Spieler fördern Online-Test mit Fragen zum Spielverhalten Eigene Website, Social Media
Einblendung von Limits Spieler an Setzung von Limits erinnern Popup in der App nach Login/ vor Einzahlung Tipico App & Webseite
Kooperation mit Beratungsstellen Hilfsangebote bekannt machen Verlinkung und Nennung von "Anonymen Spielern" Footer aller Werbemittel, TV-Spot-Ende
"Time-Out" Feature Werbung Nutzung der Sperrfunktion bewerben Erklärvideo zum temporären Spielausstieg E-Mail-Kommunikation, App

Diese Vorgaben betreffen das "Wie" der Sportwettenwerbung, nicht aber das "Ob" einer Koppelung von Sportwette und Sportstreaming.

Person/Figur Rolle in der Werbung Zeitraum Ziel der Nutzung
"Der Tipico-Mann" (Schauspieler) Sympathischer Markenbotschafter ~2010-2016 Vertrauensaufbau, Wiedererkennung
Basti Schweinsteiger (Fußballer) Testimonial für Kampagne 2017-2019 Glaubwürdigkeit, Sportkompetenz
Alltagsmenschen (Diverse) Protagonisten in Spots 2020-heute Identifikation, Normalisierung
Sportkommentatoren (Stimmen) Voice-Over in Werbevideos durchgehend Authentizität, Sportsound

Hierfür kommt die allgemeine Vorgabe an Glücksspielwerbung in § 5 Abs. 2 Satz 1 GlüStV ins Spiel*: Art und Umfang der Werbung darf den Zielen der Glücksspielregulierung nicht zuwiderlaufen. Zu diesen Zielen zählt nach § 1 GlüStV auch, die Entstehung von Wettsucht zu verhindern und den Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete Bahnen zu lenken.

Sportwetten: Suchtbeauftragter Blienert fordert Werbeverbot

Zur feierlichen Eröffnung des ersten "Flagshipstores" flog Kahn höchstpersönlich in die Hansestadt und traf dort auf einen langjährigen Begleiter in der deutschen Nationalmannschaft: Die lockere Talkrunde moderierte der ehemalige DFB-Mediendirektor Harald Stenger, der inzwischen freiberuflich arbeitet und neben solchen Einzelveranstaltungen auch Medienschulungen anbietet. Die Kooperation mit dem Sportwetten-Unternehmen, das seinen Sitz in Malta hat, ist ein weiterer Beleg dafür, wie Kahn seine Popularität gewinnbringend einsetzt. In TV-Spots als Testimonial für Weight Watchers erzählt Kahn von seinem Kampf gegen lästige Pfunde, er wirbt (beziehungsweise warb) als Markenbotschafter für Mobilat, für Wiesenhof Bruzzler, für Böhringer Ingelheim oder auch für DWS Investments. Kahn legte am Dienstag Wert darauf, dass er sich für verantwortliches Glücksspiel einsetzt: "Spielsucht ist ein ernst zu nehmendes Thema, Tipico betreibt viel Aufklärungsarbeit, schließlich sollen Spaß im Vordergrund stehen. Man sollte nur das Geld einsetzen, das man zur Unterhaltung zur Seite legt.

Quotenboost bei Tipico: Beispiel

Für zehn oder 20 Euro, die man fürs Kino ausgibt, kann man auch einmal eine Wette platzieren." Ob er selbst auf den Titel der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2014 in Brasilien setzen würde, ließ er offen ("Das hängt von der Quote ab…"), einen Triumph traut der frühere Welttorhüter dem Team von Joachim Löw auf alle Fälle zu: "In der Mannschaft steckt ein großes Potenzial, sie spielt einen Fußball, der weltweit beachtet wird. Die Entwicklung ist perfekt, das Angebot an Kreativspielern ist riesig. Zu meiner Zeit wären wir froh gewesen, ein oder zwei Spieler mit dieser Qualität in unseren Reihen zu haben. "Profis wie Bastian Schweinsteiger brennen darauf, ihre Qualität mit einem Titel umzumünzen. Und das kann, wenn alles passt und zusammenkommt, jederzeit passieren. Der glücksspielrechtliche Werbebegriff wird weit ausgelegt: Er umfasst jede Förderung des Absatzes oder von Dienstleistungen im Bereich des Glücksspiels. Genau darin dürfte die Motivation von Tipico liegen, plötzlich zum Streaminganbieter zu mutieren: Durch das Angebot könnten neue Nutzer gewonnen werden, die kein teures TV-Abo abschließen können oder wollen. Ihnen bietet sich eine vermeintlich kostenlose Alternative, für die zunächst nur ein Spielerkonto eröffnet werden muss.


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