11. März 2026
Bauwende.tools: Praxistaugliche Plattform zur Bauwende
Alina Kretschmer
Architektin Architekturbüro bauart, Mitglied Verein Countdown 2030
CARTE BLANCHE

Die Schweiz möchte bis 2050 Netto-Null erreichen. Da das heutige Bauen schweizweit für etwa 30% der CO2-Emissionen, 50% des Ressourcenverbrauchs und 80% des Abfalls verantwortlich ist, ist es entscheidend, dass künftig alle am Bau Beteiligten nachhaltig planen, bauen und bewirtschaften. Digitale Tools können sie dabei unterstützen, doch ein breites Spektrum an Produkten führt zunehmend zu Verwirrung.

Die kürzlich lancierte Plattform bauwende.tools des Kollektivs Countdown 2030 ist eine Werkzeugkiste, die Planenden dabei helfen soll, den ökologischen Fussabdruck ihrer Projekte zu minimieren. Die Plattform versammelt derzeit etwa 60 kuratierte Tools, aus welchen einfach gefiltert werden kann. Sie umfassen unter anderem Materialdatenbanken, Hilfsmittel zur Ökobilanzierung, Checklisten oder mögliche Förderungen.

Die vier Kernbereiche «Entdecken, Suchen, Planen und Teilen» ermöglichen eine schnelle Übersicht, gezielte Recherche, die Einordnung in die passende Leistungsphase sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattform durch Crowdsourcing. Auch die weitere Gliederung in verschiedene Themenbereiche wie etwa «Gesellschaft, Ökologie, Materialien, Bauphysik oder Zirkularität» vereinfacht die Suche.

Die Plattform ist eine Antwort auf das Problem der Unübersichtlichkeit im Planungsdschungel des nachhaltigen Bauens. Die intuitive Bedienoberfläche unterstützt Nutzende dabei, das richtige Hilfsmittel zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen und somit kluge Entscheidungen für eine zukunftsfähige Architektur zu treffen. Auch für Neulinge im klimagerechten Bauen ist gesorgt: Es gibt eine Vorauswahl des Vereins, um die Einstiegsschwelle so niedrig wie möglich zu halten. 

Fazit: Mit Bauwende.tools gibt es endlich eine Orientierung für Bauschaffende, um klimagerechtes Planen in die breite Praxis zu integrieren.

Countdown 2030 ist eine wachsende Gruppe Architekturschaffender, die sich seit 2019 für eine zukunftsfähige Baukultur einsetzen. Im Zentrum ihres Aktivismus steht die Dringlichkeit der Klima- und Biodiversitätskrise.

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