30. Juni 2026
Powertage 2026: Rückblick auf drei Tage voller Austausch und Perspektiven
Désirée Bellwald
Praktikantin
UNSER SCHAFFEN

Wie gelingt die Energiewende, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden? Diese Frage prägte die Powertage 2026 in Zürich. Während drei Tagen diskutierten Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Energieversorgung über die Herausforderungen der Schweizer Strombranche und zeigten, dass viele technische Lösungen bereits vorhanden sind. Nun rücken deren Umsetzung, die Digitalisierung und eine stärkere Zusammenarbeit innerhalb der Branche in den Fokus.

Mit über 2'000 Besucherinnen und Besuchern sowie mehr als 140 Ausstellenden bestätigten die Powertage 2026 ihre Rolle als führender Treffpunkt der Schweizer Stromwirtschaft. Die Messe machte deutlich, dass die Energiewende längst keine Zukunftsvision mehr ist. Innovative Technologien und praxisnahe Lösungen sind vorhanden – entscheidend ist nun, Projekte konsequent umzusetzen, regulatorische Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln und die verschiedenen Akteurinnen und Akteure noch besser zu vernetzen.

Ein umfassender Überblick über die Schweizer Strombranche

Angesichts geopolitischer Unsicherheiten, steigender Anforderungen an die Netze und des wachsenden Strombedarfs wurde an den Powertagen intensiv über die Energiezukunft der Schweiz diskutiert – und darüber, wie sich diese innovativ und erneuerbar gestalten lässt. In zwei Ausstellungshallen boten die über 140 Ausstellerinnen und Aussteller einen umfassenden Überblick über die technischen Trends und Entwicklungen. Vertreten waren von nationalen Energiedienstleistern und führenden Industrieunternehmen über Technologie- und IT-Anbieter bis hin zu Bildungs- und Forschungseinrichtungen ein repräsentativer Querschnitt durch die  gesamte Schweizer Stromwirtschaft. 

Das Fachforum als Raum für Diskussionen

Das Forum widmete sich den grossen Fragen der Branche – von politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen über technologische Entwicklungen bis hin zur konkreten Umsetzung der Energiewende. Über alle drei Tage hinweg wurde deutlich, dass die Transformation des Energiesystems nur im koordinierten Zusammenspiel unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure gelingt. Gezielte Anreize, der kontinuierliche Austausch und ein gemeinsames Verständnis für die zentralen Herausforderungen sind dabei entscheidende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transformation.

Regulierung am 16. Juni mit dem VSE

Den Startschuss am 16. Juni machte Patronatspartner VSE zum Thema politische Rahmenbedingungen. Diskutiert wurde die Frage, welche politischen Weichen gestellt werden müssen, damit die Systemintegration erneuerbarer Energien gelingt. Die Diskussionen machten deutlich, dass der Umbau des Energiesystems nur mit einem leistungsfähigen Stromnetz, einer besseren Nutzung von Flexibilitäten sowie einer intensiveren Zusammenarbeit gelingen kann.

Technologie am 17. Juni mit Electrosuisse

Der zweite Veranstaltungstag unter dem Patronat von Electrosuisse stand ganz im Zeichen der Digitalisierung und ihrer Bedeutung für die Weiterentwicklung des Schweizer Energiesystems. Anhand verschiedener Praxisbeispiele wurde aufgezeigt, wie sich die zunehmende dezentrale Stromerzeugung auf die Netze auswirkt und welche neuen Herausforderungen dadurch entstehen. Auch hier waren sich die Fachleute einig, dass eine engere Zusammenarbeit, einheitliche Datenstandards und verlässliche Prognosen entscheidend sind, um die Transformation des Energiesystems erfolgreich voranzubringen.

Transformation am 18. Juni mit Suisse Eole, Swissolar und Swiss Small Hydro

Der finale Messetag fragte schliesslich ganz konkret danach, wie die Energiewende umgesetzt wird, wie die Akzeptanz gefördert und die Realisierung von Projekten beschleunigt wird. Dabei wurde deutlich, dass die technischen Voraussetzungen für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien bereits geschaffen sind und vieles erreicht wurde in den letzten Jahren. Die rasche Umsetzung steht nun im Zentrum: Erfolgreiche Praxisbeispiele, dezentrale Lösungen und das Engagement innovativer Akteurinnen und Akteure wurden als wichtige Treiber identifiziert. Gleichzeitig betonten die Teilnehmenden, dass die Unterstützung durch Bevölkerung und Politik entscheidend bleibt, um Projekte schneller realisieren zu können.

Lösungen aus der Praxis im Speakers Corner 

Im Speakers Corner standen konkrete Produkte, Projekte und Lösungen Mittelpunkt. In kompakten Products & Solutions Sessions präsentierten Ausstellende und Branchenexpertinnen und -experten aktuelle Anwendungen rund um digitale Prozesse im Energiesystem, Messsysteme, Cybersecurity, Netztechnologien und weitere Themen der Stromversorgung. Im Anschluss an die Referate bot das Format die Gelegenheit, in den direkten Austausch mit den Referierenden zu treten und Fragen anzubringen.

Unsere Leistungen

Als IEU durften wir das Fachforum sowie den Speakers Corner im Auftrag der Powertage und im Austausch mit den engagierten Verbänden inhaltlich gestalten und organisieren. Es war uns eine Freude, den fachlichen Austausch innerhalb der Branche aktiv zu unterstützen. Wir bedanken uns deshalb herzlich bei den Powertagen für das entgegengebrachte Vertrauen, den spannenden Auftrag sowie die gute Zusammenarbeit. 

Die nächsten Powertage finden vom 16. bis 18. Mai 2028 in Zürich statt.

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