Christoph Schneider ist Redakteur in der Fachredaktion Recht & Justiz des ZDF. Dann sind Sie beim ZDFheute-WhatsApp-Channel richtig. Hier erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten auf Ihr Smartphone. Nehmen Sie teil an Umfragen oder lassen Sie sich durch unseren Podcast "Kurze Auszeit" inspirieren.
5Rückzahlung erhaltenNach erfolgreicher Klage erstattet Tipico Ihre Verluste. Nach erfolgreicher Klage erstattet Tipico Ihre Verluste. Das Oberlandesgericht München hat entschieden, dass Tipico einem Mandanten von CLLB Rechtsanwälte Verluste in Höhe von über 106.000 Euro erstatten muss (Urteil vom 4. September 2025). Das Gericht stellte klar, dass eine deutsche Lizenz hätte erforderlich sein müssen.
Der Kläger hatte zwischen 2016 und dem 8. Oktober 2020 auf der Webseite von Tipico gewettet und dabei rund 106.000 Euro verloren. Da Tipico die nötige Lizenz erst am 9. Oktober 2020 erhielt, seien die Verträge nichtig und die Einsätze zurückzuzahlen. Das Gericht betonte, dass das deutsche Verbot von Online-Sportwetten mit EU-Recht vereinbar ist und keine Revision zugelassen wurde.
Zustellung der Klage und Anberaumung des Gerichtstermins Sollten Sie den Prozess gegen Tipico gewinnen, werden sämtliche Anwalts- und Gerichtskosten vom Gegner erstattet. Im unwahrscheinlichen Fall einer Niederlage müssten Sie die Kosten grundsätzlich selbst tragen – allerdings gibt es Möglichkeiten, dieses Risiko zu vermeiden. Prozesskostenfinanzierung: Ein externer Finanzierer übernimmt alle Kosten. Prozesskostenhilfe: Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen übernimmt der Staat Ihre Kosten. In einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (Az. Mit Wetten ins Abseits:Selbsthilfeprogamm gegen Glücksspielsuchtmit Video13:21 Sport Sport Dokus:Sportwetten: Ex-Fußballprofi packt ausVideo28:58 Thematisch passend zur laufenden Fußball-Europameisterschaft beschäftigt sich der Bundesgerichtshof aktuell mit einem Verfahren, das Online-Sportwetten zum Gegenstand hat. Dabei fordert ein Nutzer eines Sportwetten-Online-Portals vom Anbieter seine verlorenen Wetteinsätze abzüglich der Gewinne zurück. In einer Vielzahl an Fällen wetteten in den Jahren 2012 bis 2020 Nutzer auf Sportwetten-Online-Portalen, welche ohne eine – gesetzlich erforderliche – Konzession betrieben wurden.
In einigen Fällen fehlte die nötige Konzession allerdings allein deshalb, weil das behördliche Konzessionsverfahren nicht funktionierte.
C-440/23) hat der Generalanwalt deutlich gemacht, dass das deutsche Verbot von Online-Casinospielen nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2012 (dieser war gültig bis zum 01.07.2021) rechtmäßig ist. Damit wird der Weg für betroffene Spieler europaweit geebnet, Verluste aus illegalen Online-Angeboten erfolgreich zurückzufordern. Sollte der EuGH dieser Einschätzung folgen, stärkt dies die Rechtsposition deutscher Kläger gegen Anbieter wie Tipico. Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte bewertet diese Entwicklung als deutliches Signal für die Legalität von Rückforderungen. Rückforderung von Verlusten bei Tipico bis Oktober 2020 möglich Die Rückforderung von Sportwettenverlusten bei Tipico ist rechtlich fundiert und wurde bereits mehrfach von deutschen Gerichten bestätigt.
Mit der richtigen Vorgehensweise, einer vollständigen Datenauskunft und professioneller rechtlicher Unterstützung stehen Ihre Chancen ausgezeichnet, das verlorene Geld zurückzuerhalten. Vertrauen auch Sie auf eine der führenden Kanzleien im Themenbereich „Online Casino Geld zurück“ und sichern Sie sich Ihre kostenfreie Erstberatung. Sind Verluste bei Sportwetten in der Zeit von 2012 bis 2020 von den Anbietern zurückzuerstatten? Der Bundesgerichtshof bet sportwetten anbieter paypal urteilt heute abschließend - oder legt den Fall dem EuGH vor. Eigentlich geht es "nur" um rund 3.700 Euro - die fordert ein Tipper von Online-Sportwetten zurück.
Gespielt hat er zwischen 2013 und 2018, hat immer wieder gesetzt, immer wieder verloren. Gespielt hat er beim Wettanbieter Tipico, den er verklagt hat. Der Wettmarkt war damals aber nicht klar geregelt; bei Sportwetten galt ein sogenannter Experimentierzeitraum. Grund war, dass das Bundesverfassungsgericht das staatliche Sportwettenmonopol 2006 kippte, weil es mit dem Grundsatz der Berufsfreiheit unvereinbar war. So wurde sechs Jahre später ein neuer Glücksspielstaatsvertrag geschaffen. Somit konnte faktisch kein privater Anbieter eine Konzession erlangen – und das über einen Zeitraum von rund acht Jahren.
Nach diesem waren hierzulande Glücksspiele im Internet grundsätzlich verboten, nur für Online-Sportwetten galt eine Experimentierklausel: Die durften von den Bundesländern erlaubt werden, sofern die Anbieter eine Konzession hatten. Diese Regelung zog Klagen bis zum Europäischen Gerichtshof, EuGH, nach sich. Der urteilte, dass ausländische Wettanbieter nicht benachteiligt werden dürfen, solange es in Deutschland kein legales Verfahren für die Erteilung von Lizenzen gibt. Das gab es bis 2021 nicht und so hatte einst das zuständige Regierungspräsidium Darmstadt Sportwettenanbieter so ungefähr geprüft und schließlich geduldet, nicht aber ausdrücklich genehmigt. Tipico mit Sitz in Malta hatte formal die Konzession in Deutschland beantragt, sie aber nicht bekommen.
Ein aufwendiger Rechtsstreit lief viele Jahre, die Konzession für Tipico in Deutschland gab es erst 2020, kurz vor dem neuen Glücksspielstaatsvertrag von 2021. Tipico verfügte lediglich über eine maltesische Genehmigung. Für den Kläger ist der Vertrag mit Tipico unwirksam, da er gegen den Glücksspielstaatsvertrag von 2012 verstoße. Außerdem gehe es um den Schutz von Spielern und ihrem Vermögen. Tipico argumentiert dagegen, dass sein Angebot stets legal war.
Es sei Schuld der deutschen Behörden, dass sie jahrelang keine Konzession erhalten hätten. Das ungeregelte deutsche Konzessionsverfahren sei nicht diskriminierungsfrei gewesen, verstoße gegen EU-Recht. In einer ersten Rechtseinschätzung machte der Vorsitzende Richter des Wettbewerbssenats des BGH, Thomas Koch, deutlich, dass alte Verträge möglicherweise nichtig sein könnten, wenn der Anbieter keine Konzession in Deutschland hatte. Dann hätte Tipico eine Leistung, nämlich die Geldzahlung des Tippers, "ohne rechtlichen Grund" erlangt und müsste sie zurückgeben, so steht es im Bürgerlichen Gesetzbuch. Denn Fälle wie die des Klägers, auch gegen andere Sportwettenanbieter, liegen zu Tausenden bei spezialisierten Anwaltskanzleien, die endlich auf ein höchstrichterliches Wort des obersten Zivilgerichts warten. Ob Sportwettenverträge, die vor diesem Hintergrund dennoch geschlossen wurden, nichtig und entsprechende Wetteinsätze zu erstatten sind, entscheidet der BGH voraussichtlich am 25. Juli 2024. Nach dem Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland von 2008 (GlüStV 2008) waren nur staatliche Sportwetten erlaubt, Online-Glücksspiele waren verboten.
| Zahlungsmethode | Risiko der Nutzung bei illegalen Anbietern | Maßnahmen der Anbieter / Behörden |
|---|---|---|
| Kreditkarte (Visa/Mastercard) | Chargeback möglich, aber kompliziert; Datenmissbrauch | Payment-Provider sperren Transaktionen bei bekannten illegalen Seiten |
| E-Wallets (PayPal, Skrill) | Konto kann bei Verstoß gegen AGB (Glücksspiel) gesperrt werden | Eigene Compliance-Abteilungen blockieren Transfers zu schwarzen Listen |
| Banküberweisung / Sofortüberweisung | Schwer rückholbar, Empfänger oft im Ausland | Banken können Überweisungen auf Verdacht hin stoppen |
| Kryptowährungen (Bitcoin, etc.) | Transaktionen sind endgültig und nicht rückgängig zu machen | Kaum regulative Eingriffsmöglichkeiten |
Das änderte sich im Jahr 2012: Mit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages in der Fassung vom 1.
Wer damals Geld verloren hat, kann dieses zurückfordern. In diesem Leitfaden erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Ansprüche gegenüber Tipico rechtssicher geltend machen. Über viele Jahre bewegten sich Online-Sportwetten in Deutschland in einer rechtlichen Grauzone. Tipico hatte zwar vor 2020 eine Konzession beantragt, erhielt jedoch zunächst keine Genehmigung. Das bedeutet: Sportwetten, Livewetten und Online-Casino-Angebote, die vor dem 08.
Oktober 2020 durchgeführt wurden, waren nach deutschem Recht illegal. Seit diesem Datum besitzt Tipico zwar eine offizielle Lizenz für Sportwetten, und seit 2022 zusätzlich für virtuelle Automatenspiele – doch Verluste aus der Zeit davor können weiterhin zurückgefordert werden. Wenn Sie vor Oktober 2020 bei Tipico aktiv waren, bestehen sehr gute Chancen, dass Sie Ihre Verluste vollständig zurückbekommen. Hier nur ein kleiner Auszug an weiteren Anbietern von Online Casinos und Online-Sportwetten, von denen Sie erlittene Verluste mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder zurückfordern können: eine vollständige Übersicht Ihrer Ein- und Auszahlungen den gesamten Spielverlauf (inklusive Datum und Einsatzhöhe) alle personenbezogenen Daten, die Tipico über Sie gespeichert hat Damit Tipico Ihnen den vollständigen Kontoauszug zusendet, ist ein formal korrekter Antrag notwendig. Unsere kostenlose Erstberatung hilft Ihnen dabei: Wir stellen Ihnen eine geprüfte Vorlage zur Verfügung, die Sie direkt an Tipico senden können.
1DSGVO-Anfrage stellenSie fordern den vollständigen Spielerkontoauszug an. 2Daten auswertenErmittlung von Einzahlungen, Auszahlungen und Verlusten. 3Unterlagen einreichenWeiterleitung der Auskunft an unsere Kanzlei. 4Klage einreichenWir prüfen die Erfolgsaussichten und leiten rechtliche Schritte ein. Wir prüfen die Erfolgsaussichten und leiten rechtliche Schritte ein. Juli 2012 (GlüStV 2012) liberalisierten die Länder das Angebot von Sportwetten sowohl stationär als auch im Internet.
Für die Dauer von zunächst sieben Jahren („Experimentierphase“, § 10a GlüStV 2012) sollten nach der Neuregelung bis zu 20 private Anbieter eine Erlaubnis für stationäre Sportwetten erhalten können (vgl.
| Checkpunkt | Was zu tun ist | Woran man einen legalen Anbieter erkennt |
|---|---|---|
| Lizenz prüfen | Auf der Website nach dem GGL-Logo und Lizenznummer suchen | Klare Angabe "Erlaubnis nach GlüStV" und Lizenznummer der GGL |
| Impressum checken | Deutsche Anschrift und klar benannter Ansprechpartner prüfen | Impressum mit Sitz in Deutschland/EU und vollständigen Kontaktdaten |
| Spielerschutz-Features | Nach Funktionen wie Selbsttest, Limits, Sperrmöglichkeit suchen | Einfach auffindbare Links zu "Verantwortungsvolles Spielen" |
| Zahlungsmethoden | Vorhandensein von sicheren, bekannten deutschen Zahlungsoptionen prüfen | Giropay, deutsche Prepaid-Karten, gängige E-Wallets mit DE-Sitz |
| Unabhängige Bewertungen | In seriösen Verbraucherportalen und Testmagazinen recherchieren | Positive Bewertungen bei Stiftung Warentest oder ähnlichen Stellen |
§§ 4a-4e GlüStV 2012). Die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet konnte nach der ab 2012 bestehenden Rechtslage ebenfalls erlaubt werden (§ 4 Abs.
5 GlüStV 2012 – abweichend vom vorigen Komplettverbot, § 4 Abs. 4 GlüStV 2008).
"Jetzt ist der große Tag da, ein Glücksspielverfahren", sagte der Vorsitzende Richter Koch bei der mündlichen Verhandlung. Die Entscheidung könnte aber auch ein Vorlagebeschluss sein, heißt, dass der BGH vor einer abschließenden Entscheidung den Fall erst dem EuGH vorlegt und um Auslegung des EU-Rechts bittet. Denn der EuGH hatte in der genannten Entscheidung auch gesagt, dass die fehlende Konzession nicht beanstandet werden darf, weil die Bundesländer den Veranstaltern über Jahre die Sportwetterlaubnis europarechtswidrig verwehrt hatten. Hieran könnten sich in diesem Verfahren neue Fragen anknüpfen. Doch erst einmal gehen alle Blicke nach Karlsruhe. Fehlte eine Erlaubnis, galten Veranstaltung und Vermittlung der Sportwetten weiter als unerlaubtes Glücksspiel.
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