Werbung für Glücksspiele: Fakten und Zahlen

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4 StGB wird, wer für ein öffentliches Glücksspiel wirbt, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

  • Sponsoring von Kulturveranstaltungen und Festivals
  • Werbung in Programmheften von Theatern und Konzerthäusern
  • Kooperationen mit Film- und Serienstreamingdiensten
  • Product Placement in deutschen TV-Produktionen und Reality-Formaten

Für Influencer, Streamer, Affiliates oder Plattformpartner ist das deshalb kein bloßes Reputationsproblem, sondern kann im Einzelfall auch strafrechtliche Folgen haben.

4. Februar 2016

Oddset war daraufhin auf Werbekampagnen unter der Dachmarke Lotto umgeschwenkt. "Der Passus in der Richtlinie hört sich so an, als wolle man diese Umgehung im Nachhinein legitimieren", mutmaßt ein Branchenexperte. So oder so dürften die auf 18 Seiten erläuterten Werberestriktionen das erwünschte Austrocknen des Grau- und Schwarzmarktes deutlich erschweren: "Legale Angebote können nur dann den illegalen Anbietern Marktanteile abnehmen, wenn sie auch werben dürfen", resümiert VDZ-Geschäftsführer Christoph Fiedler. Ohnehin steht die neue deutsche Glücksspielregelung auf tönernen Füßen: Seitens der EU-Kommission etwa hat man bereits Zweifel angemeldet, ob die Beschränkung der Sportwettenlizenzen auf 20 gerechtfertigt ist; etwaige Störfeuer aus Brüssel sind daher nicht auszuschließen. Schon der letzte Glücksspielstaatsvertrag war in der EU auf Widerstand gestoßen.

1. Glücksspielbegriff im Unionsrecht

Der Europäische Gerichtshof hatte im Herbst 2010 das deutsche Glücksspielrecht für unzulässig erklärt. Ein Dorn im Auge war den Richtern damals vor allem die mangelnde Kohärenz der Regelung. So wurde das staatliche Monopol auf Lotto und Sportwetten damit begründet, dass staatliche Anbieter die Bürger am besten vor Spielsucht schützen können. Das ungleich suchtgefährdendere Automatenspiel durfte weiter von privaten Anbietern abgewickelt werden. Die Werbung für Glücksspiele in Deutschland unterliegt strikten gesetzlichen Regelungen, die im Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) festgelegt sind.

Du willst etwas bewirken?

Ziel der Bestimmungen ist es, ein legales Glücksspielangebot zu schaffen, das den Spielbetrieb in geordneten Bahnen ablaufen lässt. Werbung ist ein zentraler Punkt hierbei – wir zeigen, welche Werbemaßnahmen erlaubt sind und welche nicht. Gemäß § 5 Abs. 1 GlüStV 2021 dürfen Anbieter mit einer gültigen Lizenz für ihre erlaubten Glücksspiele werben. Solche Anbieter sind, wie zum Beispiel Löwen Play, über ein GGL-Siegel und Hinweise in der Fußzeile zu erkennen. Dass Behörden und Gerichte dieses Feld längst im Blick haben, zeigen mehrere Entscheidungen aus den vergangenen Jahren.

Jahr Gesamtwerbeausgaben (geschätzt in Mio. €) Anteil TV-Werbung Größte Werbetreibende (Beispiele)
2022 ~ 350 ca. 45% Tipico, bet365, Lotto Brandenburg
2023 ~ 400 ca. 40% Bet-at-home, Mybet, Staatliche Lotterien
2024 ~ 380 ca. 35% Interwetten, Lotto Hessen, Pokerstars
2025 (Prognose) ~ 370 ca. 30% Online-Casinos (neu lizenziert), Sportwetten

Das OVG Sachsen-Anhalt hielt 2023 Verbote von Influencer-Marketing, Werbung durch Streamer und Affiliate-Werbung mit Partnern, die auch für illegales Glücksspiel werben, im Eilverfahren für voraussichtlich rechtmäßig.

2. Die strafrechtliche Seite:

TikTok selbst erlaubt Glücksspielanzeigen laut eigener Werberichtlinie nur in bestimmten Märkten, unter Einhaltung lokaler Regeln und nicht gegenüber Minderjährigen. Maßgeblich bleibt in Deutschland aber nicht die Plattformregel, sondern das deutsche Glücksspielrecht. Noch heikler wird es, wenn für Angebote geworben wird, die in Deutschland gar nicht erlaubt sind. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder weist ausdrücklich darauf hin, dass öffentliche Glücksspiele in Deutschland nur mit behördlicher Erlaubnis zulässig sind und dass auch Werbung für unerlaubte Glücksspiele verboten ist. Hinzu cas casino mit 1 euro einzahlung bonus kommt der strafrechtliche Rahmen: Nach § 284 Abs. 2024 bestätigte dasselbe Gericht zudem die Rechtsauffassung der GGL, wonach selbst Streamern mit Sitz im Ausland die Werbung für unerlaubte Online-Glücksspiele untersagt werden kann, wenn der deutschsprachige Content auf Deutschland ausgerichtet ist.

Pflichtelement Gesetzliche Vorgabe Mindestgröße / Dauer Beispielformulierung
Glücksspiel kann süchtig machen § 5a GlüStV 20% der Werbefläche oder 10% der Sendezeit "Glücksspiel kann süchtig machen. Mehr Infos unter: BZgA.de"
Alterskennzeichnung JuSchG, GlüStV Klar lesbar / hörbar "Erst ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen."
Anbieterkennzeichnung § 5a GlüStV Klar erkennbar "Angebot der [Firmenname], staatlich lizenziert."
Sperrdatei-Hinweis § 5a GlüStV Im Text enthalten "Verantwortungsvoll spielen: OASIS-Sperre möglich."

Das zeigt: Auch wer aus dem Ausland streamt, ist nicht automatisch außerhalb der Reichweite deutscher Aufsicht.

Landesmedienanstalt ist sich ihrer Verantwortung bewusst

Eine Studie zeigt: Expert:innen tippten häufiger richtig als ein… Werbung für Glücksspiel ist in Deutschland nur eingeschränkt erlaubt. Die Bestimmungen werden im Glückspielstaatsvertrag geregelt und hängen vom Gefährdungspotenzial des speziellen Glücksspielangebots ab. Die Werbung darf sich nicht an Minderjährige oder vergleichbar gefährdete Gruppen richten. Sie darf auch nicht irreführend sein, was die Gewinnchancen oder die Höhe des Gewinns betrifft. Wenn Sie denken, dass konkrete Werbemaßnahmen gegen bestehende Richtlinien verstoßen, können Sie sich an den Deutschen Werberat richten, um eine Stellungnahme des betreffenden Unternehmens zu erwirken: Bei "Check Out" erhalten Sie persönliche Unterstützung von professionellen Berater:innen.

Werbung für simuliertes Glücksspiel

Eine Studie zeigt: Expert:innen tippten häufiger richtig als ein… Blinkende Lichter, Countdown-Angebote, Pop-ups, die zum Weiterspielen drängen. Glücksspiel-Streams sind längst Teil großer Streaming-Plattformen. In Deutschland gilt zunächst ein einfacher Grundsatz: Öffentliche Glücksspiele dürfen nur mit deutscher Erlaubnis veranstaltet oder vermittelt werden. Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt Werbung nur für erlaubte Glücksspiele und sieht zugleich vor, dass in den Erlaubnissen konkrete Vorgaben für Werbung im Fernsehen, im Internet sowie auf Video-Sharing-Diensten festgelegt werden können. Werbung darf sich nicht an Minderjährige oder vergleichbar gefährdete Gruppen richten, sie darf nicht irreführend sein und sie darf auch nicht den Eindruck erwecken, ein redaktioneller Inhalt zu sein (Sponsored Articles). Hinzu kommt die Frage, wie groß das Risiko für junge Nutzer tatsächlich ist.

Das ist die Lösung:

Übrigens: Auch Influencer müssen sich an die Werberichtlinien halten und haben keinen Gestaltungsspielraum. Die Werbung darf also ebenfalls nur zwischen 21 und sechs Uhr ausgespielt werden, zudem dürfen nur lizenzierte Anbieter beworben werden. Kann die Einhaltung nicht gewährleistet werden, ist ein Verbot der Werbung zulässig. Verstöße gegen die Werbebestimmungen des Glücksspielstaatsvertrags können sowohl für die Anbieter selbst als auch für die Werbepartner erhebliche rechtliche und wirtschaftliche Folgen haben. Die Regulierungsbehörden der Länder sind dafür zuständig, Verstöße zu ahnden und entsprechende Sanktionen zu verhängen.

2. Soziale Dimension des Glücksspiels

Konkret regelt § 9 Abs. 1 GlüStV 2021, dass Behörden gegen Anbieter, cas online casino bonus ohne einzahlung 2026 österreich die gegen Werbevorschriften verstoßen, Maßnahmen ergreifen können. Diese reichen von einfachen Verwarnungen über Untersagungsverfügungen bis hin zu hohen Bußgeldern und dem Entzug der Glücksspiellizenz. In schweren Fällen können die Strafen sich auf mehrere hunderttausende Euro summieren. Eine weitere Möglichkeit, gegen illegale Werbung vorzugehen, ist die Sperrung illegaler Angebote und der zugehörigen Werbeplattformen.

Werbung über Videoportale, Streamingdienste und Social Media-Plattformen

Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 4 GlüStV können Behörden den Internetdienstleister dazu auffordern, den Zugang zu illegalen Glücksspielseiten zu blockieren. Zusätzlich können Zahlungsanbieter dazu angewiesen werden, Transaktionen mit nicht lizenzierten Glücksspielanbietern zu unterbinden. Wer sich gut im Sport auskennt, müsste doch auch erfolgreicher wetten können, oder? Eine aktuelle Statistik der britischen Gambling Commission zeigt, dass 2024 rund 69 Prozent der 11- bis 17-Jährigen Glücksspielwerbung oder -promotion aus mindestens einer Quelle wahrgenommen haben.

  • App-Store-Optimierung (ASO) für Casino-Apps
  • Push-Benachrichtigungen über aktuelle Promotionen auf dem Smartphone
  • Werbeanzeigen in anderen mobilen Apps und Spielen
  • SMS-Marketing mit direkten Links zum Anbieter

49 Prozent nannten Social Media, 36 Prozent Live-Streaming- oder Video-Plattformen.

  • Nutzung von Kunden- und Verhaltensdaten für personalisierte Werbung
  • Dynamic Creative Optimization (DCO) für maßgeschneiderte Banner
  • Retargeting-Kampagnen für Website-Besucher, die nicht gespielt haben
  • Segmentierung nach demografischen Daten und Spielpräferenzen

17 Prozent gaben an, gamblingbezogenen Accounts oder Inhalten auf Social Media und Streaming-Plattformen zu folgen; TikTok wurde dabei von 10 Prozent genannt. Auch wenn diese Zahlen nicht aus Deutschland stammen, zeigen sie deutlich, wie präsent Glücksspielinhalte in jugendnahen digitalen Umgebungen sind.

Verbotene Praxis / Inhalt Rechtsgrundlage Typische Form Sanktion / Konsequenz
Ansprache Minderjähriger JuSchG, GlüStV Werbung in Kinderformaten, mit Jugendidolen Bußgeld, Unterlassungserklärung
Irreführende Gewinnversprechen UWG, GlüStV "Sichere Gewinne", "Garantierte Auszahlung" Abmahnung, wettbewerbsrechtliche Klage
Verschleierung des Suchtrisikos GlüStV, Heilmittelwerbegesetz Darstellung als harmlose Freizeitbeschäftigung Ordnungswidrigkeit, Bußgeld
Werbung für nicht lizenzierte Anbieter GlüStV § 4, § 5 Jegliche Werbung für Offshore-Casinos ohne DE-Lizenz Bußgeld, Zugangssperren durch ISPs

Eine systematische Review von 2024 kommt zu dem Ergebnis, dass soziale Medien für Glücksspielanbieter ein besonders attraktiver Werbekanal

Oktober 2020

Für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele gilt im Rundfunk und Internet zudem täglich zwischen 6 Uhr und 21 Uhr ein Werbeverbot. Das bedeutet für Creator und Influencer: Selbst wenn ein Anbieter legal ist, ist damit noch längst nicht jede Form der Vermarktung zulässig. Gerade auf Plattformen wie TikTok und Twitch verschwimmen die Grenzen zwischen Unterhaltung, Empfehlung und Werbung. Genau deshalb ist das BVerwG-Urteil so wichtig. Es zeigt, dass nicht nur der klassische Werbespot problematisch sein kann, sondern unter Umständen auch Imagekommunikation oder Content, der vordergründig harmlos wirkt, aber faktisch die Nachfrage nach einem Glücksspielangebot fördern soll. sind und dass vor allem Kinder und Jugendliche einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, durch solche Inhalte beeinflusst zu werden.

Grundlagen der Glücksspielwerbung

Diese Werbung muss jedoch immer den Zielen des § 1 GlüStV 2021 entsprechen und darf nicht irreführend sein oder zur Teilnahme an illegalem Glücksspiel animieren. Insbesondere ist es untersagt, die Werbung an Minderjährige oder vergleichbare gefährdete Zielgruppen zu richten. Es darf nie der Eindruck erweckt werden, dass Glücksspiel eine Lösung für finanzielle Probleme darstellen kann. Beispiel: Irreführend ist Glücksspielwerbung beispielsweise dann, wenn zu hohe oder unrealistische Gewinne sowie absurde Versprechungen gemacht werden. In diesem Fall unterliegt die Werbung einem Verbot und Sie sollten diese melden, wenn Ihnen ein unseriöser Anbieter auffällt.

Werbung mit Vorteilen (Boni, Rabatte)

Für bestimmte Arten von Glücksspiel gelten zeitliche Restriktionen, was die Ausstrahlung angeht. So ist beispielsweise Werbung für Online-Glücksspiele, virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele im Fernsehen und Internet zwischen 6 Uhr und 21 Uhr verboten (§ 5 Abs. 2 GlüStV 2021). Diese Regelung dient dazu, Minderjährige und andere gefährdete Gruppen vor einer unrechtmäßigen Beeinflussung zu schützen. Der Rundfunk darf entsprechende Werbespots also nur nach 21 und cas online casino österreich slots vor sechs Uhr ausspielen.

2. Glücksspielbegriff in Vergleichsstaaten

Jede Ausstrahlung muss zudem aufgezeichnet und auf Verlangen der Aufsichtsbehörde vorgezeigt werden. Im Internet gelten separate Regelungen für die Ausstrahlung von Glücksspielwerbung. Sie darf beispielsweise nicht auf Webseiten platziert werden, die überwiegend von Minderjährigen besucht werden. Zudem ist sicherzustellen, dass die Inhalte auf den sozialen Medien nicht absichtlich vermehrt an Minderjährige ausgespielt werden. Affiliate-Marketing ist grundsätzlich zulässig, allerdings müssen die Affiliates sicherstellen, dass es sich um einen lizenzierten Anbieter handelt, welcher die gesetzlichen Bestimmungen einhält.


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